5 Irrtümer über Leadership

1. Führen hat nichts mit einem TITEL oder dergleichen zu tun..

 

Hat jemand ein Hochschulabschluss und trägt deswegen einen Titel, denken viele, dass diese Person eine gute Führungskraft ist. In den wenigsten Fällen trifft dies zu. Fakt ist, dass ein Diplom nicht aussagekräftig ist, ob diese Person wirklich auch Menschen, bzw. ein Unternehmen führen kann. Eine Führungskraft wird nicht durch ein Stück Papier zum Leader, sondern durch Erfahrung und Einflussnahme auf andere. Diese Fähigkeit muss erworben werden. In diesem Beitrag stelle ich Ihnen 5 Irrtümer vor, wenn es um das Thema Leadership geht.

 

2. Der Manager in einem Unternehmen ist zugleich auch eine Führungskraft

 

Diese Ansicht ist leider auch sehr oft vertreten und hat nichts mit der Wirklichkeit oder Wahrheit zu tun. Menschen, bzw. ein Unternehmen zu führen und eine Sache zu managen ist nicht dasselbe. Die beiden Begriffe unterscheiden sich hauptsächlich in folgenden Punkten:

 

Ein Manager kann einen Prozess gut managen/organisieren während ein Leader die Fähigkeit besitzt, Menschen durch seinen starken Charakter und seine Wirkung zum Handeln zu bringen,  bzw. etwas in Gang zu setzen. Dies erfordert unter anderem folgende Eigenschaften:

 

  • Ausserodentliche Kommunikationsfähigkeiten

  • Weitsicht

  • Mentale Stärke 

  • Innovation und Kreativität

  • ein Vorbild sein: ein Leader packt die Dinge an und macht es vor

  • lösungsorientiertes Handeln

  • Entscheidungen treffen: ein Leader trifft rasche Entscheidungen

  • Ausdauer

  • Offenheit – ein Leader ist offen gegenüber Neuem

  • Neugier

  • Risikobereitschaft – ein Leader geht auch mal Risiken ein, wenn der Verstand nein sagt

 

3. Ein guter Verkäufer, Vertriebsmitarbeiter oder Unternehmer ist eine Führungspersönlichkeit

 

Auch diese Ansicht ist leider weit verbreitet und hat nichts mit der Wahrheit zu tun. Wenn jemand Erfolg im Verkauf hat, weil die Produkte top sind oder die Person den Verkauf beherrscht, bedeutet dies noch lange nicht, dass er als Führungskraft geeignet ist. Viele Kunden lassen sich kurzfristig von Verkäufern überreden, empfinden diesen jedoch langfristig nicht als vertrauenswürdig und lassen sich daher nicht auf Dauer beeinflussen.

 

Mein ehem. Generalagent war zuvor ein sogennanter TOP Verkäufer" und wurde nach rund 10 Jahren Vertrieb vom Vorstand zum Generalagenten ernannt. Dabei wurde nicht wirklich berücksichtigt, ob er Menschen führen kann. Unzufriedene, demotivierte und unglückliche Mitarbeiter waren die Folgen. Folglich auch eine hohe Fluktuationsrate.

 

Dies ist nur ein Beispiel von vielen. In den meisten Unternehmen gibt es genau wegen solchen „Führungskräften“ gravierende Probleme. Nur weil jemand im Vertrieb oder in einem anderen Bereich gut war, bedeutet das noch lange nicht, dass er auch das Zeug hat, eine Gruppe von Menschen zu führen. Dies erfordert viele Führungsqualitäten, viel Weitsicht, Einfühlungsvermögen, psychologisches Verständnis und Menschenkenntnisse.

Während meiner erfolgreichen Karriere im Aussendienst, durfte ich branchenübergreifend beobachten, dass wegen inkompetenten Führungskräften nicht nur die Fluktuationsquote stieg, sondern dass sich vermehrt auch die Mitarbeiter vieler Unternehmen negativ über ihr Arbeitgeber äusserten.  

4. Hochschluabsolventen oder Intelektuelle sind Führungspersönlichkeiten

 

Wer wirklich glaubt, dass Wissen im Zentrum des Führens steht, irrt sich gewaltig. Zweifellos gibt es tolle Wissenschaftler und Philosophen an den Fachhochschulen oder Universitäten, dennoch hat das Wissen nichts mit der Führungskompetenz zu tun. Konkret bedeutet das, wer intelligent ist, hat noch lange nicht die Eigenschaften, bzw. besitzt noch lange nicht die Fähigkeiten eines Leaders, welche ich bereits oben erwähnt habe.

 

5. Die Position macht eine Person zum Leader

 

Nicht die Position macht die Führungsersönlichkeit aus, sondern die Persönlichkeit der Führungskraft bestimmt, wie gut die Position besetzt ist. Bestimmt kennen Sie die Geschichte von Steve Jobs. Nach dem er erfolgreich die Apple Marke aufgebaut hatte, wurde er durch den Vorstand entlassen. Kurz danach ging bei Apple alles schief. Die Umsatzzahlen sanken und Apple verlor einen grossen Marktanteil. Der Einfluss von Steve Jobs war so gross, dass die Apple Aktien um mehr als 50% sanken, als er weg war. Als Apple in Not war und realisierte, dass das Unternehmen bald Konkurs gehen würde, stellten sie Steve Jobs wieder ein.

 

Fazit: Leader haben einen enormen Einfluss auf Menschen.